Ein eigenes Geschäftskonto gehört für mich zu den ersten Dingen, die jeder Selbstständige erledigen sollte – noch vor der ersten Rechnung. Nicht, weil es (für Einzelunternehmer) gesetzlich Pflicht wäre, sondern weil die saubere Trennung von privat und geschäftlich dir später Stunden an Buchhaltungsfrust erspart. Die Frage ist nur: welches Konto? Klassische Hausbank mit 10 bis 15 € Grundgebühr? Hippes Fintech ohne Filialen? Oder etwas dazwischen?
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- 0 € Kontoführung im Base-Tarif
- Eine Marke der Deutschen Bank
- Eröffnung online in wenigen Minuten
Aktion für Neukunden, Stand September 2026. Es gelten die Aktionsbedingungen von FYRST. Affiliate-Links: Eröffnest du dein Konto darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.
Ich nutze für mein Business FYRST – das digitale Geschäftskonto der Deutschen Bank – und teile in diesem Erfahrungsbericht, wie die Kontoeröffnung lief, was das Konto im Alltag taugt, was es wirklich kostet und wo die Schwächen liegen. Und weil ein einzelner Eindruck nie das ganze Bild zeigt, habe ich zusätzlich durchgesehen, was andere Nutzer auf Bewertungsportalen berichten – auch die kritischen Stimmen bekommen hier ihren Platz.
💡 Direkt zum Konto: Wenn du nach dem Lesen loslegen willst – über den Link ganz oben auf dieser Seite kommst du direkt zur FYRST-Kontoeröffnung. Für Freiberufler und Einzelunternehmer ist das Base-Konto dauerhaft kostenlos, und aktuell gibt es das Tagesgeldkonto mit 3,5 % Zinsen p.a. für die ersten 3 Monate obendrauf.
Das Wichtigste in Kürze
- FYRST ist das digitale Geschäftskonto der Deutschen Bank AG (technisch über die Postbank-Infrastruktur) – du bekommst also Fintech-Komfort mit einer echten Großbank im Rücken.
- FYRST Base ist für Freiberufler, Solo-Selbstständige und Einzelunternehmer dauerhaft kostenlos – inklusive 50 freier Buchungen pro Monat, kostenloser Debit Mastercard und deutscher IBAN.
- Auch GmbH, UG, GbR & Co. können eröffnen (6 Monate gratis, danach 6 € pro Monat im Base-Tarif) – das schaffen die wenigsten Digital-Konten.
- Bargeld ist kein Problem: Kostenlos abheben an rund 7.000 Cash-Group-Automaten, einzahlen an Automaten und Schaltern von Deutscher Bank und Postbank.
- Meine Kontoeröffnung lief komplett digital per VideoIdent in wenigen Minuten – die IBAN gab es direkt nach der Freischaltung.
- Schwächen gibt es auch: begrenztes Buchungskontingent, girocard nur gegen Aufpreis, Bareinzahlungen kosten Gebühren, und der telefonische Support hat laut anderen Nutzern manchmal lange Wartezeiten.
Was ist FYRST überhaupt?
FYRST wurde 2019 im Deutsche-Bank-Konzern gegründet und ist so etwas wie die Antwort der Traditionsbank auf N26, Finom und Co.: ein Geschäftskonto, das du komplett online eröffnest und führst – App, Web-Banking, Echtzeitüberweisungen, Apple Pay und Google Pay inklusive. Der entscheidende Unterschied zu den reinen Fintechs: Dahinter steht kein Startup mit Banklizenz aus dem Ausland, sondern die Deutsche Bank AG mit der Infrastruktur der Postbank (die BIC ist deshalb dieselbe wie bei der Postbank: PBNKDEFF).
Das merkt man an Stellen, an denen viele Neobanken passen müssen:
- Bargeld: Ein- und Auszahlungen an Automaten und Schaltern von Deutscher Bank und Postbank, Abhebungen kostenlos an rund 7.000 Cash-Group-Automaten deutschlandweit – dazu Bargeld-Services im Einzelhandel.
- Einlagensicherung: Gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde – plus zusätzlicher Schutz über den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken, aktuell mit einer Absicherung von bis zu 438.000 €.
- Lastschrifteinzug: Du kannst als Unternehmer selbst Lastschriften von deinen Kunden einziehen – ein Feature, das bei vielen Digital-Konten schlicht fehlt.
- Alle gängigen Rechtsformen: Vom Freiberufler über e.K. und GbR bis zu UG, GmbH, OHG, KG und GmbH & Co. KG.
Kurz gesagt: FYRST ist ein Hybrid. Digital wie ein Fintech, solide wie eine Großbank. Genau diese Kombination war für mich der Grund, es auszuprobieren.
Meine Erfahrungen: Kontoeröffnung, App und Alltag
Die Kontoeröffnung: Ehrlich gesagt schneller als erwartet
Ich hatte mich innerlich auf das eingestellt, was man von deutschen Banken kennt: Formulare, Post-Ident, eine Woche Wartezeit. Stattdessen: Online-Antrag ausfüllen (die Strecke führt dich Schritt für Schritt durch, mit Live-Chat, falls du hängst), Identität per VideoIdent bestätigen – und nach der Freischaltung hatte ich meine IBAN und konnte das Konto direkt nutzen. Der ganze Prozess hat bei mir keine Viertelstunde aktive Zeit gekostet. Die Karten und Zugangsdaten kamen ein paar Tage später per Post, das ist bei Banken Standard.
Als Einzelunternehmer brauchst du dafür nur einen gültigen Ausweis; je nach Fall wird die Gewerbeanmeldung abgefragt. Bei einer GmbH oder UG kommen naturgemäß Unterlagen wie Handelsregisterauszug und Gesellschaftsvertrag dazu – dann dauert es entsprechend länger.
Fairerweise: In anderen Erfahrungsberichten liest man vereinzelt von abgebrochenen VideoIdent-Sessions oder Rückfragen, die den Prozess in die Länge ziehen. Bei mir lief alles glatt – aber plane sicherheitshalber nicht so, dass du das Konto noch am selben Tag zwingend für eine wichtige Zahlung brauchst.
Die App und das Web-Banking: Übersichtlich statt überladen
Im Alltag nutze ich vor allem die FYRST App und fürs Grobe das Business Banking im Browser. Meine ehrliche Einschätzung: Die App ist angenehm übersichtlich – Kontostand, Umsätze, Karten, Überweisungen, fertig. Kein Feature-Feuerwerk, keine zwanzig Menüebenen, dafür findet man alles sofort. Face ID, Apple Pay und Google Pay funktionieren problemlos, Echtzeitüberweisungen (senden und empfangen, bis 100.000 €) ebenfalls.
Zur Wahrheit gehört auch: Wer von N26, Finom oder Qonto kommt, wird merken, dass FYRST optisch eher funktional-klassisch unterwegs ist als hip. Manche Nutzer empfinden die Oberfläche im Vergleich zu den reinen Fintechs als etwas altbacken, und die Freigabe läuft über das BestSign-Verfahren der Postbank, an das man sich kurz gewöhnen muss. Mich stört das null – ich will bei einer Bank Verlässlichkeit, keine Konfetti-Animationen. Aber es ist Geschmackssache, und du sollst wissen, worauf du dich einlässt.
Buchhaltung: Die Schnittstellen machen den Unterschied
Ein Geschäftskonto ist nur so gut wie seine Anbindung an die Buchhaltung. FYRST bietet hier eine automatisierte Umsatzübertragung an Buchhaltungslösungen wie sevDesk sowie eine DATEV-Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater (kostenlos inklusive allerdings erst im Premium-Tarif). Auch gängige Steuer- und Buchhaltungs-Apps lassen sich über die üblichen Banking-Schnittstellen verknüpfen, sodass deine Umsätze automatisch einlaufen und du sie nur noch den Belegen zuordnest.
Genau diese Kombination – kostenloses Konto plus angebundene Steuersoftware – ist aus meiner Sicht das effizienteste Setup für Solo-Selbstständige. Wie ich meine Buchhaltung und Steuererklärungen organisiere, habe ich übrigens in meinem Accountable Erfahrungsbericht ausführlich beschrieben – die beiden ergänzen sich hervorragend.
Bargeld: Der unterschätzte Vorteil
Falls du nur digital unterwegs bist, überliest du diesen Punkt vielleicht. Falls du aber Workshops, Seminare oder Dienstleistungen anbietest, bei denen auch mal bar gezahlt wird, ist das hier Gold wert: Du zahlst Bargeld einfach an Automaten und Schaltern von Deutscher Bank und Postbank ein – deutschlandweit. Abhebungen an den rund 7.000 Cash-Group-Automaten (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank) sind kostenlos. Bei N26, Finom und Co. wird genau das schnell umständlich oder teuer.
Einziger Haken: Einzahlungen sind nicht gratis – im Base-Tarif kostet jede Einzahlung 3 € je angefangene 5.000 €. Wie du das clever löst, zeige ich dir unten bei den Tipps.
FYRST Kosten: Tarife und Preise 2026 im Überblick
FYRST bietet drei Kontomodelle plus ein spezielles Gründerkonto. Hier die Konditionen auf einen Blick:
| FYRST Base | FYRST Complete | FYRST Premium | |
|---|---|---|---|
| Grundgebühr | 0 € für natürliche Personen (Freiberufler, Einzelunternehmer); juristische Personen: 6 Monate 0 €, danach 6 €/Monat | 10 €/Monat | 24 €/Monat |
| Freie beleglose Buchungen/Monat | 50 | 75 | Großzügiger, jede Buchung nur 0,04 € |
| Preis je weitere Buchung | 0,19 € | 0,08 € | 0,04 € |
| Debit Mastercard (FYRST Card) | ✅ kostenlos | ✅ kostenlos | ✅ kostenlos |
| girocard (FYRST Service Card) | zubuchbar (ca. 2 €/Monat) | zubuchbar (ca. 1,50 €/Monat) | zubuchbar (ca. 1 €/Monat) |
| Unterkonten | – | 1 inklusive | 5 inklusive |
| DATEV-Schnittstelle | zubuchbar | zubuchbar | ✅ kostenlos inklusive |
| Bargeld abheben (Cash Group) | ✅ kostenlos | ✅ kostenlos | ✅ kostenlos |
| Tagesgeldkonto | ✅ kostenlos dazu | ✅ kostenlos dazu | ✅ kostenlos dazu |
Dazu kommt das FYRST Gründerkonto: Wer frisch gründet, bekommt im ersten Jahr ein kostenloses Konto mit dem Leistungsumfang von Complete plus Extras – danach kostet es 10 € pro Monat.
Meine Einordnung: Für die allermeisten Solo-Selbstständigen ist Base völlig ausreichend – und dann ist das Konto wirklich dauerhaft kostenlos. 50 freie Buchungen klingen erstmal wenig, aber rechne ehrlich nach: Buchungen sind Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Daueraufträge. Wer wie ich hauptsächlich Dienstleistungen abrechnet und die laufenden Kosten über eine Handvoll Abbuchungen laufen lässt, kommt selten über 30 bis 40 Posten im Monat. Und selbst wenn du mal 60 Buchungen hast, zahlst du für die zehn zusätzlichen gerade 1,90 € – immer noch weit unter jeder Grundgebühr.
Wann lohnt Complete? Ich habe es durchgerechnet: Erst ab etwa 120 Buchungen pro Monat ist Complete (10 € Grundgebühr, 75 Freiposten, dann 0,08 €) tatsächlich günstiger als Base. Darunter fährst du mit Base plus Einzelabrechnung besser. Complete lohnt sich vorher höchstens, wenn du das inkludierte Unterkonto (z. B. für Steuerrücklagen) oder die günstigeren Bareinzahlungen brauchst.
🎁 Tipp zum Start: Über den Link ganz oben auf dieser Seite eröffnest du dein FYRST-Konto direkt online – und kannst im Antrag (Seite 2, „Wunschprodukt“) mit einem Häkchen das kostenlose Tagesgeldkonto mitnehmen. Darauf gibt es aktuell 3,5 % Zinsen p.a. für die ersten 3 Monate (bis 100.000 €, danach variabel, derzeit 0,5 %) – perfekt für deine Steuerrücklagen. Die Aktion gilt für neues Betriebsvermögen, das vorher nicht bei Deutscher Bank, Postbank oder FYRST lag.
Was sagen andere Nutzer? Ein ehrlicher Blick auf die Bewertungen
Ich halte nichts von Erfahrungsberichten, die nur die eigene rosarote Brille abbilden. Also habe ich mir angeschaut, was andere Kunden berichten – auf Trustpilot (rund 4 von 5 Sternen bei über 2.400 Bewertungen) und in diversen Fachtests, wo FYRST regelmäßig Bestnoten und Auszeichnungen einsammelt, unter anderem von Handelsblatt und Finanz Award.
Was häufig gelobt wird – und sich mit meiner Erfahrung deckt: die schnelle, komplett digitale Kontoeröffnung, das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis des kostenlosen Base-Kontos, die Sicherheit der Deutschen Bank im Hintergrund und ein Support-Team, das als freundlich und kompetent beschrieben wird, wenn man es erreicht.
Was kritisiert wird: Genau da liegt der Knackpunkt – wenn man es erreicht. Mehrere Nutzer berichten von langen Wartezeiten in der telefonischen Hotline (erreichbar Mo–Do 9–16 Uhr, Fr 9–15 Uhr) und davon, dass schriftliche Anfragen teils Wochen liegen blieben. Auch holprige Einrichtungsprozesse mit Rückfragen oder abgebrochenen Ident-Verfahren tauchen in Bewertungen auf, ebenso der Punkt, dass die Oberfläche nicht ganz mit dem Look moderner Fintechs mithält.
Meine Einordnung dazu: Ich hatte bislang keinen kritischen Supportfall – im Alltag läuft das Konto einfach, und genau das ist bei einer Bank die halbe Miete. Aber wenn dir eine jederzeit erreichbare Hotline extrem wichtig ist, solltest du diesen Punkt kennen, bevor du eröffnest. Für mich überwiegt klar, dass hinter dem Konto eine BaFin-regulierte deutsche Großbank mit echter Einlagensicherung steht – da nehme ich eine Warteschleife eher in Kauf als bei einem Anbieter, bei dem im Ernstfall gar niemand abhebt.
FYRST vs. N26, Finom, Kontist & Hausbank: Der Vergleich
Wo steht FYRST im Markt? Hier der ehrliche Vergleich mit den wichtigsten Alternativen für Selbstständige:
| FYRST Base | N26 Business | Finom | Kontist | Hausbank/Sparkasse | |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundgebühr | 0 € (natürl. Personen) | 0 € (Einstieg) | ab ca. 7 €/Monat (Einstieg teils 0 €) | 0 € (Free) bis ca. 12 € | meist 8–15 €/Monat |
| Auch für GmbH/UG/GbR | ✅ | ❌ nur Einzelunternehmer | ✅ | ❌ nur Einzelunternehmer | ✅ |
| Bargeld einzahlen | ✅ (DB/Postbank, gegen Gebühr) | eingeschränkt (Partner, Gebühr) | ❌/eingeschränkt | ❌/eingeschränkt | ✅ |
| Lastschrifteinzug möglich | ✅ | ❌ | teils | teils | ✅ |
| Deutsche IBAN | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Filial-/Automateninfrastruktur | ✅ Cash Group | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
| Buchungen inklusive | 50/Monat | unbegrenzt | großzügig bis unbegrenzt | je nach Tarif | oft je Posten bezahlt |
| Besonderheit | Großbank + 0 € | schlanke App | Cashback, E-Rechnung | integrierter Steuerservice | persönlicher Berater |
Meine Kurzfassung:
N26 Business ist super schlank und hat unbegrenzte Buchungen – aber es ist nur für Einzelunternehmer, ohne Bargeld-Infrastruktur und ohne Lastschrifteinzug. Für rein digitale Freelancer okay, als „erwachsenes“ Firmenkonto limitiert.
Finom punktet mit Cashback und moderner Oberfläche, ist aber im Kern ein Fintech ohne eigenes Filialnetz – und richtig interessant wird es erst in den Bezahltarifen.
Kontist ist spannend, wenn du den integrierten Steuerservice willst – dann wird es aber deutlich teurer, und auch hier gilt: nur für Einzelunternehmer, kein Bargeld.
Die klassische Hausbank bietet den persönlichen Berater und alle Services – lässt sich das aber mit Grundgebühren und Postenpreisen bezahlen, die sich übers Jahr schnell auf 150 bis 250 € summieren.
FYRST sitzt genau dazwischen – und das ist seine Stärke: kostenlos wie ein Fintech, aber mit Bargeld, Lastschrifteinzug, allen Rechtsformen und der Einlagensicherung einer Großbank. Wer ein solides, günstiges Geschäftskonto „für die nächsten zehn Jahre“ sucht statt der hippsten App, ist hier aus meiner Sicht am besten aufgehoben.
Vorteile und Nachteile: Meine ehrliche Bilanz
Was für FYRST spricht:
- Dauerhaft 0 € Kontoführung für Freiberufler und Einzelunternehmer – ohne Mindestgeldeingang, ohne Sternchen-Tricks.
- Deutsche Bank im Rücken: BaFin-reguliert, gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € plus Einlagensicherungsfonds bis 438.000 €.
- Blitzschnelle, volldigitale Kontoeröffnung per VideoIdent – IBAN direkt nach Freischaltung.
- Bargeld-Infrastruktur: kostenlos abheben an ~7.000 Cash-Group-Automaten, einzahlen bei Deutscher Bank und Postbank.
- Kostenlose Debit Mastercard plus Apple Pay und Google Pay.
- Für praktisch alle Rechtsformen offen – vom Freiberufler bis zur GmbH & Co. KG.
- Lastschrifteinzug, Echtzeitüberweisungen, Auslandszahlungen, EBICS – Funktionen auf Großbank-Niveau.
- Kostenloses Tagesgeldkonto dazu (aktuell mit 3,5 % Aktionszins für 3 Monate) und ein kostenloser Kontowechselservice.
Wo FYRST schwächelt:
- Nur 50 Freibuchungen im Base-Tarif – für die meisten Solo-Selbstständigen genug, aber wer viele Kleintransaktionen hat (z. B. E-Commerce mit vielen Einzelzahlungen), zahlt drauf oder braucht Complete/Premium.
- girocard kostet extra (ca. 1–2 €/Monat je nach Tarif) – die kostenlose Debit Mastercard reicht zwar fast überall, aber die klassische EC-Karte ist eben nicht inklusive.
- Bareinzahlungen sind gebührenpflichtig (Base: 3 € je angefangene 5.000 €).
- Support-Erreichbarkeit schwankt: Die Hotline hat begrenzte Zeiten, und andere Nutzer berichten von Wartezeiten – im Alltag selten relevant, im Ernstfall nervig.
- Oberfläche eher funktional als fancy – wer Fintech-Ästhetik à la N26 erwartet, wird sich umgewöhnen; das BestSign-Freigabeverfahren braucht anfangs einen Moment.
- Unterkonten und DATEV-Schnittstelle gibt es erst in den Bezahltarifen (bzw. gegen Aufpreis).
7 Tipps & Tricks für den Start mit FYRST
1. Starte mit Base – upgrade erst bei echtem Bedarf. Rechne deine tatsächlichen Buchungen: Erst ab rund 120 Posten pro Monat ist Complete rechnerisch günstiger. Darunter zahlst du im Base-Tarif selbst bei gelegentlichen Überschreitungen nur Centbeträge – ein Wechsel ist jederzeit möglich.
2. Nimm das Tagesgeldkonto direkt im Antrag mit. Das Häkchen versteckt sich auf Seite 2 der Kontoeröffnung unter „Wunschprodukt“. Die 3,5 % p.a. für drei Monate machen aus deinen Steuerrücklagen nebenbei ein paar Euro extra – und danach hast du weiterhin ein sauber getrenntes Rücklagenkonto. Genau dafür nutze ich es: Ein fester Prozentsatz jeder Einnahme wandert rüber, und die Steuernachzahlung verliert ihren Schrecken.
3. Spar dir die girocard, bis du sie wirklich brauchst. Die kostenlose Debit Mastercard wird inzwischen fast überall akzeptiert – auch an den Automaten fürs Ein- und Auszahlen. Die zubuchbare girocard lohnt sich nur, wenn du regelmäßig in Läden zahlst, die stur „nur EC“ akzeptieren.
4. Frisch gegründet? Erst das Gründerkonto prüfen. Im ersten Jahr nach der Gründung bekommst du damit den Complete-Leistungsumfang kostenlos – inklusive Unterkonto. Danach kannst du immer noch auf Base downgraden, wenn dir das reicht.
5. Bareinzahlungen bündeln. Die Gebühr fällt je angefangene 5.000 € an. Heißt konkret: Einmal 4.000 € einzahlen kostet 3 € – viermal 1.000 € einzahlen kostet 12 €. Sammle Bareinnahmen also lieber und bring sie gesammelt zur Bank.
6. Buchhaltung sofort anbinden. Verknüpfe dein FYRST-Konto direkt in der ersten Woche mit deiner Buchhaltungs- oder Steuersoftware, damit die Umsätze automatisch einlaufen. In Kombination mit einer Steuer-App hast du damit ein nahezu vollautomatisches Backoffice – mein Setup dazu findest du im Accountable Erfahrungsbericht.
7. Kontowechselservice nutzen statt manuell umziehen. Wenn du von einem anderen Geschäftskonto wechselst, informiert der kostenlose Wechselservice deine Zahlungspartner und zieht Daueraufträge und Lastschriften um. Das erspart dir das mühsame Abklappern aller Vertragspartner – und verhindert, dass eine wichtige Abbuchung ins Leere läuft.
Häufige Fragen zu FYRST (FAQ)
Ist das FYRST Geschäftskonto wirklich kostenlos? Ja – für natürliche Personen, also Freiberufler, Solo-Selbstständige, Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende, kostet FYRST Base dauerhaft 0 € Kontoführungsgebühr, inklusive 50 freier Buchungen pro Monat und kostenloser Debit Mastercard. Juristische Personen (GmbH, UG, GbR & Co.) zahlen nach 6 kostenlosen Monaten 6 € pro Monat. Kosten entstehen erst für Extras wie zusätzliche Buchungen (0,19 €), die girocard oder Bareinzahlungen.
Wem gehört FYRST – und wie sicher ist mein Geld? FYRST ist ein Angebot der Deutschen Bank AG und nutzt die Infrastruktur der Postbank. Dein Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt, zusätzlich greift der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken mit einer Absicherung von aktuell bis zu 438.000 €. Dazu kommen Zwei-Faktor-Authentifizierung über das BestSign-Verfahren und die Sicherheitsstandards einer Großbank.
Wie lange dauert die Kontoeröffnung bei FYRST? Der Online-Antrag mit VideoIdent dauert in der Regel nur wenige Minuten. Nach der Freischaltung erhältst du sofort deine IBAN und kannst das Konto nutzen; Karten und Zugangsdaten kommen wenige Tage später per Post. Bei Kapitalgesellschaften dauert es wegen zusätzlicher Unterlagen (z. B. Handelsregisterauszug) etwas länger.
Kann ich bei FYRST Bargeld einzahlen und abheben? Ja. Abhebungen sind an rund 7.000 Automaten der Cash Group (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank) kostenlos. Einzahlungen funktionieren an Automaten und Schaltern von Deutscher Bank und Postbank – im Base-Tarif für 3 € je angefangene 5.000 €.
Welche Rechtsformen kann ein FYRST-Konto eröffnen? Fast alle gängigen: Freiberufler, Gewerbetreibende, e.K., GbR, UG, GmbH, OHG, KG und GmbH & Co. KG. Voraussetzung ist ein Unternehmenssitz bzw. eine Geschäftsadresse in Deutschland.
Bekomme ich eine echte Kreditkarte oder girocard? Zu jedem Konto gehört die kostenlose FYRST Card, eine Debit Mastercard – kompatibel mit Apple Pay und Google Pay. Die klassische girocard (FYRST Service Card) ist gegen einen kleinen Aufpreis zubuchbar, ebenso Zusatzkarten für Mitarbeiter. Auch Kreditprodukte wie eine Geschäftskreditlinie lassen sich digital dazu abschließen.
Kann ich mit FYRST Lastschriften von meinen Kunden einziehen? Ja – FYRST unterstützt den Lastschrifteinzug inklusive Firmenlastschriften. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber vielen Neobanken, bei denen du als Unternehmer selbst keine Lastschriften einziehen kannst.
FYRST oder N26 – was ist besser für Selbstständige? N26 Business bietet unbegrenzte Buchungen und eine sehr schlanke App, ist aber nur für Einzelunternehmer, ohne Bargeld-Infrastruktur und ohne Lastschrifteinzug. FYRST ist die vielseitigere Lösung: alle Rechtsformen, Bargeld über das Deutsche-Bank-Netz, Lastschrifteinzug und die Einlagensicherung einer Großbank – bei ebenfalls 0 € Grundgebühr für Einzelunternehmer.
Mein Fazit: Lohnt sich das FYRST Geschäftskonto?
Nach meiner Erfahrung: ja – und zwar besonders für alle, die ein verlässliches, dauerhaft kostenloses Geschäftskonto mit echter Bank dahinter suchen. Die Eröffnung war bei mir in Minuten erledigt, die App ist im Alltag angenehm übersichtlich, und die Kombination aus 0 € Grundgebühr, kostenloser Mastercard, Bargeld-Infrastruktur und Deutsche-Bank-Einlagensicherung bietet in dieser Form kein anderer Anbieter, den ich kenne.
Perfekt ist FYRST nicht: Das Buchungskontingent im Base-Tarif ist begrenzt, die girocard kostet extra, und beim Support solltest du keine Rund-um-die-Uhr-Hotline erwarten – das zeigen auch die Bewertungen anderer Nutzer. Wer hunderte Transaktionen im Monat hat oder maximale Fintech-Optik will, schaut sich besser bei Finom oder in den größeren FYRST-Tarifen um.
Für die klassische Solo-Selbstständigkeit – Coaching, Beratung, Content, Dienstleistung, Kleingewerbe – ist FYRST Base aus meiner Sicht aktuell einer der besten Deals am Markt: Es kostet dich nichts und erledigt zuverlässig genau das, was ein Geschäftskonto soll. Wenn du starten willst: Über den Link ganz oben auf dieser Seite kommst du direkt zur Kontoeröffnung – und denk an das Häkchen fürs Tagesgeldkonto mit dem Aktionszins.
Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du dein Konto darüber eröffnest, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts, das Konto bleibt für Einzelunternehmer kostenlos. Alle Einschätzungen in diesem Erfahrungsbericht sind davon unabhängig und meine ehrliche Meinung. Konditionen: Stand September 2026, Änderungen durch den Anbieter möglich – die tagesaktuellen Preise findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis von FYRST.